Sinnlichkeit und Spiritualität

Mit Obertönen die Seele berühren

 

Regula Stahel und Ellen Merz gehen in der Sonnweid regelmässig auf

«Klangreisen».

Die betagten Bewohner des Heims reagieren positiv auf die ungewohnten Töne und Vibrationen von Klangschale und Tambura.

Von Marcus May

Manchmal hallen ungewöhnliche und sphärische Klänge durch die Gänge des Wetziker Demenzzentrums Sonnweid. Eingeweihte wissen: Das ist keine Meditationsstunde, das ist auch keine Musik, die aus dem Kofferradio einer Bewohnerin schallt. Es sind die beiden Pflegefachfrauen Regula Stahel und Ellen Merz, die mit ihren Klangschalen die Runde machen. Sie begeben sich auf eine «Klangreise», betreten einen Raum, ganz ohne Absicht, und beobachten, was passiert.

 

Verstärkte vibratorische Wahrnehmung

Nur sei sie sehr vorsichtig damit. Es komme schon vor, dass sie sich getraue, einem Bewohner die Tambura auf die Beine, oder eine Klangschale auf den Bauch zu legen. Das verstärke die vibratorische Wahrnehmung. «Vor allem die tieferen Töne kommen sehr gut an», sie hätten eine ungemein beruhigende Wirkung, sagt die Erbauerin des Instruments. In ihrer Freizeit nämlich beschäftigt sich Regula Stahel nicht nur mit den Klängen von Klangschalen, Tamburas und Monochords. Nein, sie kennt das Innenleben der hölzernen Saiteninstrumente auswendig, denn zwei davon hat sie auch selbst gebaut. Dadurch sei eine unglaubliche Innigkeit zum Instrument entstanden, sagt sie. Ideale Voraussetzungen dafür, die richtige Atmosphäre zu schaffen. 

Auch in ihrer akademischen Arbeit «Klang, wenn Worte fehlen» hat sich Regula Stahel mit der Integration von Klängen in der palliativen Begleitung von Menschen mit Demenz beschäftigt.1 Ihr sei es darum gegangen, vor dem Hintergrund des Konzepts der Basalen Stimulation zu belegen, was diese verschiedenen Klänge bewirkten. Dabei habe sie das Vibratorische und Atmosphärische ins Zentrum gerückt.

  

Ganz intensiv habe sie dabei die Resonanz studiert, welche die Klänge auslösten.Wie kommen die Töne an? Was bewirken sie? Wie verändert sich ein Gesichtsausdruck, wie verhält es sich mit der Körperspannung und wie verändert sich die Atmung? Die Wirkung einer Klangmassage sei erfahrungsgemäss eher momentan als lang anhaltend. Ein Erfolg sei es aber, wenn eine Bewohnerin durch die Klangmassage eine Viertelstunde länger als sonst bei sich bleibe, oder wenn die beruhigende Wirkung der Klänge jemandem das Einschlafen erleichtere. «Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn eine Interaktion mit Menschen entsteht, die sonst gar nicht mehr oder nur sehr stark eingeschränkt kommunizieren können», sagt Regula Stahel.  

 

1 Regula Stahel hat im Rahmen eines interdisziplinären Universitätslehrgangs eine wissenschaftliche Arbeit mit Fallbeispielen geschrieben: «Klang wenn Worte fehlen».    

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Die wissenschaftliche Arbeit von Regula Stahel als PDF-Download

Oft erregen sie mit ihren Obertoninstrumenten Aufmerksamkeit, manchmal passiert nichts Augenfälliges, oder es bleibt im Verborgenen. Oder sie werden von einer Kollegin darauf hingewiesen, dass Frau S. in Zimmer 12 den Eindruck erwecke, als würde ihr eine Klangmassage heute besonders gut tun.

 

Eben, Klangmassage: Hier geht es um Körperlichkeit. Um Berührung, Vibrationen, Frequenzen; um Atmosphäre und Resonanz. Hohe und tiefe Töne, vereint in harmonischen Obertonklängen. Sie vermögen zu umhüllen, zu streicheln, sie wirken beruhigend oder anregend.

 

Aufregen sollen sie hingegen nicht. Hier wird den beiden Fachfrauen viel Achtsamkeit und Sorgfalt abverlangt, ein ernsthaftes Spiel von Nähe und Distanz, das Ausloten von «Wie weit darf ich gehen, wie viel erträgt es heute?». Manchmal sei es offensichtlich der falsche Moment, dann ziehe man sich sofort wieder zurück. «Ich käme nie auf die Idee, jemanden zu beklingen, nur weil mir die Klänge gefallen», sagt die Pflegefachfrau.

 

Eigentlich handle es sich um eine Erweiterung des pflegerischen Konzepts der Basalen Stimulation, sagt die stellvertretende Stationsleiterin. Wobei die Berührungen hier nicht haptisch seien, sondern vibratorisch und auditiv. Unter dem Arm trägt sie eine Körpertambura, ein 28-saitiges Holzinstrument, das, wenn richtig angeschlagen, wunderbare Töne und Obertöne von sich gibt.

Regula Stahel hat das ursprüngliche Klangschalenangebot ihrer Kollegin Ellen Merz um ein weiteres Instrument erweitert. Der hölzerne Klangkörper ist gewölbt, als wäre er gebaut dafür, sich an einen Menschen zu schmiegen. «Das ist tatsächlich so», bestätigt sie.

Die Neurobiologie der Musik

 

Musik bewirkt prinzipiell das Gleiche wie andere biologisch wichtige

Reize, wie z.B. Nahrung oder soziale Signale.

 

Sie stimuliert das körpereigene Belohnungssystem,

das auch durch Sex oder Rauschdrogen stimuliert wird und das mit

 

Ausschüttung von Dopamin (Glückshormon) und von körpereigenen endogenen Opioiden.

Diese ermöglichen unter anderem die Schmerz- und Hungerunterdrückung.

Endogene Opioide interagieren mit Sexualhormonen und sind an der Entstehung von Euphorie sowie der Atmung, der Thermoregulation und der Immunreaktionen beteiligt.

 

Durch angenehm empfundene Musik wird die Aktivierung zentralnervöser Strukturen, die unangenehme Emotionen wie Angst und Aversionen signalisieren, gemindert.

 

Musik , die der Hörer mag, wirkt damit gleich auf doppelte Weise angenehm. Sie schaltet im Gehirn Strukturen der Belohnung ein und Strukturen

der Angst ab.

 

 

Quelle:

Macht Musik von Gerhard Kilger,Wienand Verlag

 

 

 

 

 

 

                         Klangmassagen halten Einzug im Klinikum Westfalen!


Spuren im Kopf

Hirnforschung Meditation

Immer noch halten viele Menschen die Meditation für eine rein religiöse Praxis. Dabei entfaltet sie messbare Wirkung - auf Gehirn, Gedanken und Gesundheit.

http://sz.de/1.2339128

"Am Anfang war das Wort" - oder der Sound, oder der Rhythmus?



Die physische Wirkung von SchallWellen, hier in einer spezifischen KlangSchöpfung dargestellt.

Wir sehen die oberflächliche Erscheinung des Phänomens,

Schall, wie auch immer geartet, der jedes Material, jeden Körper, jedes Organ, jede Zelle, jedes Molekül, jedes Atom, ... beeinflusst.

Es könnte durchaus überlegenswert sein, womit man sich beschallen lässt. 


Rausch ohne Drogen: Video über Gongmeditation

Letzte Woche waren Laura und Simon vom Bayerischen Rundfunk im Kundalini Yoga Zentrum München zu Besuch. Die beiden wollten einen Beitrag zum Thema “Rausch ohne Drogen” aufnehmen. Ich habe für Laura dazu eine Gongmeditation gespielt. Als Vorbereitung machten wir ein Kundalini Yoga-Set mit Sat Kriya und Pranayama. Seht selbst, wie es ihr erging: Video in der Mediathek

Video Beitrag zur Gongmeditation im Kundalini Yoga Zentrum München

Video Beitrag zur Gongmeditation im Kundalini Yoga Zentrum München

Lauras erste Reaktion nach dem Gong: “Wow. Sowas habe ich ja nie erwartet. Ich dachte, du schlägst da ein paar mal drauf”. Sie war dann noch längere Zeit unter dem starken Einfluß des Gongs. Der Sound des Gongs kommt in dem Video gut rüber. Wir hatten noch Bedenken, dass die Frequenzen des Gongs bei den Aufnahmen übersteuern oder einen Soundbrei ergeben. War aber nicht so.


 

 

 

 

Sensibles Kindergehirn

 

Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörung reifen bestimmte Nervenbahnen langsamer, haben Mediziner ermittelt.

Das könnte eine der Ursachen für ADHS sein. Doch die steigende Anzahl der ADHS-Diagnosen lässt sich auch anders erklären.

 

Von Werner Bartens

 

 

Natur oder Umwelt - was trägt stärker zu menschlichen Eigenheiten und Erkrankungen bei?

Unter Wissenschaftlern führt diese Frage zu leidenschaftlichen Diskussionen.

Prägen hauptsächlich Gene und damit die Biologie unser gesundes wie krankes Dasein, oder ist es eine Folge von Erziehung und Lebensstil, wie wir leben und leiden? Die Debatte wird oft ideologisch überfrachtet, sodass nur wenige Forscher der "Nature or Nurture"-Frage so gelassen begegnen wie der kanadische Neurobiologe Michael Meaney: "Kann man sagen, was mehr zu einem Rechteck beiträgt, die Längs- oder die Querseite?"

 

Vor diesem Hintergrund müssen die Ergebnisse amerikanischer Psychiater gesehen werden, die Gehirne von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS) untersucht haben. Im Fachblatt PNAS schreiben die Ärzte der Universität Michigan, dass Nervenverbindungen bei Kindern mit Konzentrationsstörungen langsamer reifen. Diese Entwicklungsverzögerung zeigt sich demnach besonders in den neuronalen Netzwerken, die den ziellosen Gedankenfluss kontrollieren wie auch bei jenen Nervenverbindungen,

die für die Lösung von Aufgaben wichtig sind.

 

Das Team um Chandra Sripada verglich Kernspinaufnahmen von 275 Kindern und Jugendlichen mit ADHS mit Hirn-Scans von 481 gesunden Kindern. Die Gehirntätigkeit wurde erfasst, sodass sich typische Aktivitätsmuster erstellen ließen.

"Es ist bemerkenswert, dass die neuronalen Netzwerke, bei denen wir einen Entwicklungsrückstand beobachtet haben,

genau jene Verhaltensweisen regulieren, die bei ADHS aus der Balance geraten", sagt Sripada.

"Vielleicht gibt es ja so etwas wie eine neuronale Signatur, eine Art Biomarker für die Krankheit."

 

 

Kinder haben immer weniger Freiräume und einen steigenden Erwartungsdruck

In jüngster Zeit haben mehrere Studien neurobiologische Gründe für ADHS angeführt, etwa einen dünneren Großhirnmantel.

 

"Diese Daten sind faszinierend und helfen beim Verständnis davon, wie das Gehirn strukturiert und unser Denken organisiert ist",

sagt Florian Heinen, Leiter der Abteilung für kindliche Entwicklung und Neuropädiatrie am Haunerschen Kinderspital in München. "Man darf die Biologie aber auch nicht überbetonen und muss die Grenzen dieser Erklärungsversuche erkennen."

 

 

Ein Kind kann - auch mit normalen Nervenverbindungen - am gegenwärtigen Übermaß an Terminen, Vorschriften und Leistungsanforderungen zerbrechen. "Es gibt ja schon für Zwölfjährige viel zu viele Verhaltensregeln", sagt Heinen. "Aus dieser Enge im Alltag müssen wir raus, in der kindlichen Entwicklung geht es um Vielfalt und Breite." Immer weniger Freiräume bei steigendem Erwartungsdruck haben dazu beigetragen, dass die Diagnose ADHS inzwischen 40-mal so oft gestellt wird wie 1990.Das kindliche Gehirn reift individuell verschieden. Ob diese biologischen Grundlagen zu Krankheiten wie ADHS führen oder nur zu den üblichen Irritationen in der Pubertät, hängt auch vom Alltag ab. "Letztlich geht es immer um Zeit und Anwesenheit", sagt Heinen. "Wenn niemand für das Kind da ist, kann keine Begegnung stattfinden. Das funktioniert auch nicht auf Minuten getaktet, in der zur quality time schöngeredeten Zeit. Dann fehlt, worauf es für eine gesunde Entwicklung ankommt: Austausch, Dialog, Bindung."


http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/adhs-sensibles-kindergehirn-1.2130352

 


Das Geheimnis der Heilung - Wie altes Wissen die Medizin

verändert (Doku)

 

http://youtu.be/NUyX_SqIAP0


 

 

"Im Hier und Jetzt"

 

 

Wer es versteht, den Augenblick zu leben, und nicht ständig das Gefühl hat,

d    der Zeit hinterher zu jagen, ist zufriedener und strahlt Gelassenheit aus.

 

H    Hier ein kleiner Trick, mit dem Du mehr Gelassenheit gewinnen und den Augenblick

w    wirklich erleben kannst:

 

 

 Du brauchst nur Deine Armbanduhr abzunehmen und so beiseite zu legen,

 dass Du sie nicht mehr sehen kannst.

 

 

Set          Setze Dich ruhig hin und denke an nichts.

D             Du bist ganz erfüllt, von dem, was Du im Moment tust.

Sit        

Sitz        Sitzen – und sonst nichts.

 

Das Weglegen der Uhr ist zwar nur eine symbolische Handlung, aber ein großer Schritt zu mehr Ruhe und Gelassenheit.

 

Im „      

 "Im       "Im Hier und Jetzt“

hängst Du weder an der Vergangenheit, noch machst Du Dir Sorgen um die Zukunft.

 

 

        - Sorglos wie ein Kind im Spiel -

 

In diesem Zustand kommt Dein Bewusstsein der Vollkommenheit am nächsten.

Eine E    Eine Erfahrung absoluten Friedens.

 


Wenn Du den Weg zur inneren Ruhe und Gelassenheit gefunden hast, 

eröffnet sich Dir eine Fülle positiver Möglichkeiten.

 

 

Du kannst einen Zustand innerer Stille erreichen um eine Art Kraftzentrum aufzubauen.

 

 

 

Wir erleben diese ungeheure Kraft der Konzentration auch bei Musikern und schaffenden Künstlern, die vor Inspiration überquellen zu scheinen. Auch Sportler, kreative Unternehmer und andere erfolgreiche Menschen haben oftmals dieselbe Strategie:

 

 

Ruhe und Gelassenheit als ersten Schritt zum Erfolg.

 

 

 

Ruhe und Gelassenheit ist der beste Weg zu mehr Frieden, Harmonie, Glück und Zufriedenheit!